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Die miesen Tricks der Katzen-/Tierfänger PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 04. Oktober 2009 um 15:38 Uhr

Zunächst einmal möchte ich sie beruhigen. In dieser Region sind Katzenfänger (noch) recht selten anzutreffen! Das hängt einerseits damit zusammen, dass Labore, die Tierversuche durchführen, in der Regel keine älteren Tiere haben wollen, da sie die Krankheitsgeschichte der Tiere nicht kennen und eindeutige Voruntersuchungen aus Kostengründen scheuen. Außerdem ist in unserer Region keine Industrie anzutreffen, so dass Katzenfänger einen weiten Weg und damit verbundene Transportkosten hätten, die Tiere einzufangen, um sie dann Versuchs-Laboren anzubieten. Andererseits hängt die Existenz von Katzenfängern immer mit dem Verlust nicht nur ihres Tieres zusammen, in der Regel verschwinden aus der Umgebung Tiere in größerer Anzahl. Auskünfte hierüber können Ihnen die Polizei oder die Tierheime in ihrer Nähe geben, da dort Verlustmeldungen häufig sofort auflaufen. Wenn sich allerdings die Verlustmeldungen in kurzer Zeit häufen, dann liegt der starke Verdacht nahe, das Katzen-/oder Tierfänger tätig waren. Katzenfänger halten sich gerne um Ballungszentren herum auf. Diese Informationen habe ich mir von der örtlichen Polizei und von Menschen eingeholt, die sich in diesem Bereich gut auskennen. Trotzdem ist ein wachsames Auge ratsam. In der Folge erhalten sie wertvolle Tipps, wie es den Tierfängern selbst an den Kragen geht.

Bitte bringen Sie den Verlust ihres Tieres auf jeden Fall zur Anzeige! (PDF-Formular-Download). Meist wird aus dem Grund nicht gegen die Tierfänger ermittelt, weil zu wenige Anzeigen vorliegen und damit kein Anlass für die Staatsanwaltschaft besteht, einzugreifen. Informieren Sie die Presse und Ihre Nachbarn, denen eventuell etwas ähnliches passiert ist, oder noch passieren wird, wenn sie nicht aufpassen und bitten Sie sie ebenfalls, Anzeige zu erstatten, sollte deren Tier gestohlen worden sein. Nur wenn alle mitmachen, können wir diesem Elend ein Ende setzen!

  • Anmerkung zu Altkleidersammlungen:

Etliche Orte werden seit Jahresbeginn nun schon zum vierten-, fünften- und sechsten Mal besammelt! In manchen Straßen der ruhig gelegenen Siedlungen hängen an den Haustüren die Zettel der Sammelfirma, die soeben gesammelt hat und nebenan der neue Zettel der Sammelfirma, die in den nächsten Tagen die Behälter oder Säcke mit Altkleider abholen wird. Da in diesem Zusammenhang immer auch Haustiere - insbesondere Katzen - spurlos verschwinden, bitten wir auf Verdächtigkeiten zu achten (fremde Kennzeichen, suchende Personen, die sich widerrechtlich auf privatem Grundstück befinden etc.). Melden Sie Verdächtigkeiten immer der Polizei und Ihrem Tierschutzverein! Warnen Sie Ihre Nachbarn und dulden Sie keine Sammelbehälter auf Ihrem privaten Grundstück!

  • Katzenfänger sind mit neuer Masche unterwegs

In einigen Fällen wurden Einwohner von angeblichen Tierschützern angerufen und gefragt, wie es ihren Katzen gehe. Mit dieser miesen Tour erfuhren die Anrufer, ob ihre Gesprächspartner Stubentiger halten. Wenn ja, waren die Tiere kurz darauf wie vom Erdboden verschwunden. Wir warnen vor den falschen Tierschützern.

Das gleiche kann Ihnen per Briefeinwurf passieren mit Fragebögen von dubiosen Absendern die ganz harmlos anfangen wie: 1. Ihr Geburtsdatum 2. Haben Sie Geldprobleme? 3. Pech i.d. Liebe oder Familie 4. Welches ist sehnlichster Wunsch? 5. Welches Problem beschäftigt sie momentan? 6. Und danach kommt wie selbstverständlich:

7. Haben Sie einen Hund Ja-Nein - Männchen oder Weibchen? Wie alt?
8. Haben Sie eine Katze -gleiche Fragestellung.


Es gibt Warnsignale!

  • Deshalb achten Sie auf folgende Situationen:

Zeiten ändern sich, d.h. Tiere bleiben länger weg als gewöhnlich oder sie kommen auf Rufen nicht sofort nach Hause gelaufen oder wollen zu für sie ungewöhnlichen Zeiten unbedingt nach draußen

Tiere ändern ihr Essverhalten, d.h. sie fressen nicht zu Hause oder aber sie kommen nach Hause und übergeben sich.

Tiere vergrößern ihr Revier, d.h. Sie selbst, Freunde oder Nachbarn bemerken, dass ihr Tier sich in anderen Strassen oder Gegenden aufhält. Es kann durchaus sein, dass Tiere plötzlich 2 Kilometer und mehr „weglaufen“.

Tiere reagieren auf laute Geräusche plötzlich panisch, d.h. normale Geräusche des Lebensumfeldes, eine Tür, die zugeschlagen wird, ein Löffel, der in der Küche auf den Boden fällt u.ä. erzeugt plötzlich Panik bei dem Tier.

Tiere werden „Handscheu“ oder wollen nicht mehr in ihren geliebten Katzenkorb.

Tiere wirken matt und schlafen extrem viel, sind dann noch die Pupillen der Tiere weit geöffnet ist, dann ist höchster Alarm angesagt, es ist bereits versucht worden, die Tiere zu narkotisieren!!!

Tiere bekommen, wenn sie sich körperlich anstrengen plötzlich schlecht Luft, d.h. sie japsen nach Luft; auch hier höchster Alarm.

Tiere riechen ungewöhnlich, mancher beschreibt diesen Geruch als Katzenurin, oder auch als den Geruch des Buchsbaums, oder auch den Geruch einer neuen Regenjacke. Hier ist auch höchster Alarm angesagt.

Tiere kommen mit kreisrunden Verletzungen oder Beulen nach Hause. Höchster Alarm.

Fremde Personen schauen sich den Inhalt von gelben Säcken bzw. gelben Tonnen an und schauen sich auch Grundstücke an.

Personen klingeln und wollen Zeitschriftenabos verkaufen, vor allem wird nach Interesse an Tiermagazinen gefragt.

Personen klingeln und wollen Tierfutter verkaufen.

Mehrmals wurden, vor allem auch in den Abend- und Nachtstunden ortsfremde Personen mit Rücksäcken beobachtet, die durch die Gegend spazieren.

Kombis und Transporter, sowohl mit auswärtigen, als auch ortsnahen KFZ-Kennzeichen, die langsam die Strassen abfahren. Diese auffälligen Transporter oder Kombis haben meist die Besonderheit, dass man nicht ins Innere des Fahrzeugs blicken kann, d.h. die Scheiben sind oder wurden nachträglich blickdicht gemacht.

Immer wieder befinden sich diese fremden Personen oder Fahrzeuge an ruhigen Orten innerhalb der Gemeinde, z. B. Friedhöfe, Sport- und Spielplätze, Parkplätze. Mitunter befinden sich an diesen Stellen Futterreste, Futterschälchen oder getränkte Taschentücher.

Besondere Aufmerksamkeit sollte man haben sobald es dunkel wird. Aber auch die frühen Morgenstunden, wenn es bereits hell ist, sind gefährlich.

Immer wieder verstärken sich Meldungen von vermissten Tieren, wenn in einer Region Altkleidersammlungen waren.

  • Was kann man tun?

Aufmerksam sein!!! Es kann jedem passieren, dass sein Tier gefangen werden soll! Wenn viele Bürger aufpassen, dann sind wir alle eine starke Gemeinschaft und werden mit Sicherheit Tätern ihre „Arbeit“ erschweren.

Schreiben Sie Kennzeichen genau auf, schauen Sie lieber zweimal auf das Kennzeichen, Personen die Übles im Schilde führen, „arbeiten“ mit Kennzeichen, bei denen sie Buchstaben oder Zahlen abkleben. Es werden auch Kennzeichen getauscht, daher immer auch aufschreiben, wie das Fahrzeug aussieht. Niemals sich selbst in Gefahr begeben, sondern die Polizei sofort informieren.

Manchmal ist der "Bauch" das beste Warnsignal.

Wenn Sie feststellen, dass eventuell Tierfänger in Ihrer Region sind, lassen Sie Ihre Katzen nachts nicht raus. Die Fänger arbeiten mit Lockstoffen, ihr Tier hat keine Chance, es muss dem inneren Drang nachgehen und wird dem Fänger in die Arme laufen. Diese Sexualduftstoffe ziehen Katzen jeden Geschlechts, sowie kastrierte Tiere gleichermaßen stark an.

Sprechen Sie auch mit Freunden und Nachbarn, wenn Sie auffällige Beobachtungen machen. Warnen Sie andere Tierbesitzer. Es wurden auch bereits Hunde von umzäunten Grundstücken gestohlen.

Sollten Tiere bereits verschwunden sein, erstatten Sie bei der Polizei Strafanzeige (PDF-Formular-Download) und informieren Sie umgehend den Tiersuchdienst www.tiersuche-oh.de. Geben sie eine Suchanzeige möglichst anonym auf, nicht unbedingt mit voller Adresse.  Telefonnummer reicht, besser noch eine Handy-Nummer oder nur die e-Mail-Adresse, denn über die Festnetz-Telefon-Nummer könnte ihre Adresse ermittelt werden.

Geben sie Tierfängern keine Chance!

 

 

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Diese Initiative wurde am 22. Sept. 2004 für die Region der Kreise Ost- holstein, Plön, Segeberg, Stormarn und Lübeck gegründet. Der Service steht grundsätzlich kostenlos zur Verfügung!
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